Italien investiert Hunderte von Millionen in Albanien und den Westbalkan

Rom stellt über die italienische Agentur für Entwicklungszusammenarbeit (AICS) rund 260 Millionen Euro für Albanien und die Region zur Verfügung, insbesondere in Bereichen wie Rechtsstaatlichkeit und Wirtschaft.

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Bucci brachte seine Unterstützung für die Aufnahme von Verhandlungen über die EU-Mitgliedschaft Albaniens zum Ausdruck und erklärte: "Heute ist es wichtiger denn je, einige wesentliche Werte, die die Arbeit der italienischen Regierung leiten, zu verteidigen: die Achtung der Menschenrechte, die friedliche und zivilisierte Koexistenz der Völker und die nachhaltige Entwicklung." [[Shutterstock/esfera]]

Rom stellt über die italienische Agentur für Entwicklungszusammenarbeit (AICS) rund 260 Millionen Euro für Albanien und die Region zur Verfügung, insbesondere in Bereichen wie Rechtsstaatlichkeit und Wirtschaft.

Die AICS stellte ihren Jahresbericht am Dienstag (19. Juli) in Tirana im Beisein des italienischen Botschafters Fabrizio Bucci, der Direktorin des AICS-Büros in Tirana, Stefania Vizzaccaro, der Ministerin für Tourismus und Umwelt, Mirela Kumbaro, der stellvertretenden Justizministerin Adea Pirdeni und Gianluigi Pratola als Vertreter des Hohen Rates der italienischen Richterschaft vor.

Bucci brachte seine Unterstützung für die Aufnahme von Verhandlungen über die EU-Mitgliedschaft Albaniens zum Ausdruck und erklärte: „Heute ist es wichtiger denn je, einige wesentliche Werte, die die Arbeit der italienischen Regierung leiten, zu verteidigen: die Achtung der Menschenrechte, die friedliche und zivilisierte Koexistenz der Völker und die nachhaltige Entwicklung.“

Er fügte hinzu, dass „mit der Vorstellung des Jahresberichts der italienischen Agentur für Entwicklungszusammenarbeit in den westlichen Balkanländern die gesamte Sistema Italia ihre Kräfte bündelt und sich in Zusammenarbeit mit den staatlichen Partnern und der internationalen Gemeinschaft für eine Perspektive der nachhaltigen Entwicklung unserer Gemeinschaften einsetzt, die sich nicht nur geografisch, sondern vor allem in menschlicher und institutioneller Hinsicht nahe stehen.“

Von den insgesamt bereitgestellten 260 Millionen Euro entfallen 188 Millionen Euro auf zinsgünstige Darlehen und 50 Millionen Euro auf Zuschüsse. Weitere 20 Millionen Euro werden durch Schuldenumwandlungsfonds bereitgestellt, die alle in den Bereichen Umwelt, Justiz, Energie, Landwirtschaft, Menschenrechte und ländliche Entwicklung eingesetzt werden sollen.

Zwischen Albanien und Italien bestehen seit langem historische Beziehungen. In Italien lebt eine große albanische Diaspora und die Gemeinschaft der Arbreshe, die größtenteils im Süden angesiedelt ist und von albanischen Flüchtlingen abstammt, die zwischen dem 14. und 18. Jahrhundert vor den Osmanen geflohen sind.

Zudem leben nach jüngsten Daten von INSTAT in Albanien mehr italienische Staatsbürger als in jedem anderen europäischen Land.