KMU verlieren aufgrund fehlender Sprachkenntnisse Aufträge [DE]
Kleine- und mittelständische Unternehmen in Europa verlieren Aufträge, da sie keine linguistischen und interkulturellen Fähigkeiten unter ihren Angesellten besitzen, so der EU-Kommissar für Mehrsprachigkeit Leonard Orban gegenüber Unternehmervertretern in der letzten Woche (6. Mai 2009).
Kleine- und mittelständische Unternehmen in Europa verlieren Aufträge, da sie keine linguistischen und interkulturellen Fähigkeiten unter ihren Angesellten besitzen, so der EU-Kommissar für Mehrsprachigkeit Leonard Orban gegenüber Unternehmervertretern in der letzten Woche (6. Mai 2009).
Englisch nicht die Universalsprache der Geschäftswelt
Manchmal würden Menschen glauben, dass Englisch die Lingua Franca der Geschäftswelt sei, aber dies sei nicht wahr, so Kommissar Orban gegenüber einer Diskussion am Runden Tisch die sich um die Sprachfähigkeiten in KMU drehte und Teil der KMU-Woche der EU war.
Im Bereich der Kommunikation sei Englisch vielleicht die Universalsprache, aber um Verbraucher in ganz Europa anzusprechen sowie außerhalb der EU müssten Unternehmen linguistische und interkulturelle Strategien entwickeln, so Orban. Der Kommissar sprach an einem runden Tisch, der sich auf die möglichen Verbesserungen der mehrsprachigen Kommunikation bezog, um mehr Kunden aus dem Ausland zu gewinnen und besseren strategischem Nutzen aus Sprachfähigkeiten zu ziehen.
Europa verliert Wettbewerbsfähigkeit
Nach einem Bericht, der von der Kommission unterstützt wurde und letztes Jahr von europäischen Unternehmern veröffentlicht wurde, sagte Orban, dass die Studie definitiv zeige, dass kleine- und mittelständische Unternehmen Aufträge und damit Gelder aufgrund von fehlender linguistischer und interkultureller Fähigkeiten abhanden kommen.
Der Bericht warte davor, dass die Industrien der EU vor dem Risiko stünden ihre Wettbewerbsfähigkeit zu verlieren, da andere Länder den Block im Bezug auf Sprachfähigkeiten übertreffen würden (EURACTIV vom 14. Juli 2008).
Plattform für Dialog
Kommissar Orban kündigte an, dass die EU-Kommission plane, eine dauerhafte Plattform um den Dialog zwischen Unternehmen und „Interessensvertretern der linguistischen Szene” zu verbessern. Das Ziel sei es Firmen dabei zu helfen, sich Fremdsprachen zu Nutzen zu machen.
In dem Bericht aus dem letzten Sommer, warnte das “Business Forum for Mulitlingualism” davor, dass die Entwicklungsländer, vor allem in Asien und Lateinamerika schnell gute Sprachfähigkeiten für einen erfolgreichen Wertbewerb erlernen würden und dass Europa formales und informales Erlernen von Sprachen fördern müsse, wenn man dem Druck standhalten wolle.