Kurti bleibt im Kosovo an der Macht

Kosovos Ministerpräsident Albin Kurti hat am Sonntag einen erwartungsgemäß deutlichen Wahlsieg eingefahren. In Europa wird er auch an seinem Erfolg bei der Normalisierung der Beziehungen mit Serbien gemessen werden.

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Kosovos Ministerpräsident Albin Kurti hat am Sonntag einen erwartungsgemäß deutlichen Wahlsieg eingefahren. In Europa wird er auch an seinem Erfolg bei der Normalisierung der Beziehungen mit Serbien gemessen werden.

Gegenüber seinem ersten Wahlsieg vor vier Jahren verlor Kurtis links-nationalistische Partei Vetëvendosje ihre absolute Mehrheit. Mit prognostizierten 42 Prozent würde Kurti jedoch weiterhin die Wahlergebnisse seiner Vorgänger übertreffen.

Auch unter Kurti strebte Kosovo bisher international vor allem nach Anerkennung, die der ehemaligen serbischen Provinz zum Teil versagt wird, nachdem sie sich 2007 ohne Zustimmung von Belgrad für unabhängig erklärt hatte.

Überschattet wurden diese Versuche jedoch seit 2023 von stockenden Friedensverhandlungen mit Serbien sowie Gewalt und Spannungen im serbisch dominierten Norden des Kosovo.

Kurti weigerte sich hier beharrlich, der Einrichtung eines regionalen Gemeindeverbandes zuzustimmen, der der serbischen Minderheit mehr Autonomie übertragen würde. Darüber kamen dem Vernehmen nach auch Verhandlungen über Kosovos Beitritt zum Europarat, einer Menschenrechtsorganisation, zum Erliegen.

Mit dem Ende des Wahlkampfes und neuer Akteure in Brüssel und Washington könnten die Karten in Kurtis zweiter Amtsperiode noch einmal neu gemischt werden.

Mehr zur Wahl und den Aussichten für die Verhandlungen finden Sie hier.

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Agenda

  • EU: Informelles Treffen der Entwicklungsminister, bei dem aktuelle entwicklungspolitische und humanitäre Maßnahmen, künftige strategische Herausforderungen und weitere Themen im Mittelpunkt stehen dürften;
  • Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen nimmt am Aktionsgipfel für künstliche Intelligenz in Paris, Frankreich, teil;
  • Die Hohe Vertreterin für Außen- und Sicherheitspolitik Kaja Kallas nimmt am Ministertreffen des Westbalkans in Rom, Italien, teil;
  • Parlamentspräsidentin Roberta Metsola empfängt die belarussische Politikerin Sviatlana Tsikhanouskaya; trifft sich mit dem irischen Premierminister Micheál Martin; trifft sich mit der Präsidentin der Europäischen Zentralbank Christine Lagarde.