McCreevy sendet Warnung an "heimelige Altherrenrunden" [DE]
Die EU-Kommissare Kroes und McCreevy sagen alteingesessenen Strukturen im Energiesektor den Kampf an.
Die EU-Kommissare Kroes und McCreevy sagen alteingesessenen Strukturen im Energiesektor den Kampf an.
Ermutigt durch das am 8. März präsentierte Grünbuch über Energie, haben die Kommissare für Wettbewerb und Binnenmarkt begonnen Klartext zu reden.
Charlie McCreevy warnte die kleinen und großen Mitgliedstaaten, dass er nicht untätig bleiben würde, wenn diese ihre protektionistische Haltung beibehalten würden. Während einer Rede an der London School of Economics am 9. März stellte er die Frage: „Glauben die etwa wirklich ich würde meine Augen vor den alteingesessenen Herrenrunden in Wirtschaft und Politik verschließen? Die Zeit für Kompromisse und untätiges Herumsitzen ist vorbei. Die wettbewerbspolitischen Herausforderungen in Europa sind einfach zu groß und zu dringend“.
Derweil plant Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes sich jene Unternehmen genauer anzusehen, welche in der Lage sind den Markteintritt von Konkurrenzunternehmen zu verhindern, indem sie sowohl Angebot als auch Versorgungsnetze für Energie kontrollieren. „Wenn Eigentümer und Betreiber wichtiger Netzwerke mit Unternehmen konkurrieren, die Zugang zu denselben Netzwerken benötigen, können wir nicht dafür garantieren, dass Konkurrenten gerecht behandelt werden. Ich persönlich finde Entflechtungen sehr verlockend. Wir sollten aber über dieses Thema auf europäischer Ebene nachdenken.“
Diese Stellungnahmen sind auch eine Folge der jüngsten Fusionswelle im europäischen Energiesektor, welche durch Interventionen von höchster politischer Ebene gekennzeichnet wurde.