Moscovici erwartet größeren Beitrag Deutschlands für EU-Haushalt

EU-Währungskommissar Pierre Moscovici schlägt vor, Schulden in der EU auf lange Sicht zu vergemeinschaften. und er erwartet mehr von Deutschland.

Press conference by Vice-President Valdis Dombrovskis and Commissioners Marianne Thyssen and Pierre Moscovici on the European Semester Spring Package
Der EU-Wirtschaftskommissar Pierre Moscovici [[European Commission]]

EU-Währungskommissar Pierre Moscovici schlägt vor, Schulden in der EU auf lange Sicht zu vergemeinschaften. und er erwartet mehr von Deutschland.

„Die EU-Kommission schlägt keine Euro-Bonds vor“, sagte er den Zeitungen der Funke Mediengruppe am Mittwoch. Auf lange Sicht, in einer vollständig integrierten Eurozone, könne man aber auch „über eine Vergemeinschaftung neuer Schulden sprechen“.

Moscovoci machte dem Bericht zufolge deutlich, dass er sich einen größeren Beitrag Deutschlands für die EU erwartet. „Es geht uns nicht darum, eine Transferunion zu schaffen. Aber wenn wir einen europäischen Haushalt für Investitionen schaffen, brauchen wir Mittel von allen Mitgliedstaaten – entsprechend ihrer wirtschaftlichen Stärke“, sagte er.

Sinn der Eurozone sei, dass die starken Länder stark blieben und die schwachen Länder stärker würden. Das liege auch im Interesse Deutschlands, so Moscovici. „Deutschland hat nichts zu fürchten von südeuropäischen Ländern, die stärker werden. Deutschland ist bei Weitem die stärkste Volkswirtschaft.“