Keine albanischstämmigen Abgeordneten im serbischen Parlament
Im serbischen Parlament wird es keine albanischstämmigen Abgeordneten geben, nachdem Shaip Kamberi bei der Wiederholungswahl nach den Parlaments- und Kommunalwahlen im April keinen Sitz erringen konnte.
Im serbischen Parlament wird es keine albanischstämmigen Abgeordneten geben, nachdem Shaip Kamberi bei der Wiederholungswahl nach den Parlaments- und Kommunalwahlen im April keinen Sitz erringen konnte.
Die Wahlen in Serbien am 3. April brachten ein verheerendes Ergebnis für die Albaner:innen. Sie verloren alle drei Sitze, die sie bei den vorangegangenen Wahlen errungen hatten, nachdem die Führer Albaniens und des Kosovo ihre Lokalpolitiker:innen in eine Große Koalition gedrängt hatten.
Zwei Wochen nach den Wahlen erklärte die serbische Wahlkommission jedoch die Wiederholung der Wahlen in 89 Wahllokalen im ganzen Land, darunter auch im Presevo-Tal, wo Kamberi 609 Stimmen mehr benötigte, um seinen Sitz zu sichern.
Im Laufe der Jahre hat die serbische Regierung die systematische Streichung von Albaner:innen aus dem Melderegister im Presheva-Tal betrieben, was sich wohl als wirksames Mittel erwiesen hat, um ihnen das Wahlrecht und andere grundlegende Menschenrechte zu entziehen.
Infolgedessen sind etwa 6.000 albanisch-serbische Bürger:innen nicht in der Lage, ihre Stimme abzugeben, was erhebliche Auswirkungen auf den Ausgang der Wahlen in Regionen mit albanischer Bevölkerung gehabt haben dürfte.