Portugiesisches Flugpersonal streikt nach gescheiterten Verhandlungen
Das Kabinenpersonal der Fluggesellschaft TAP befindet sich in einem zweitägigen Streik, zu dem die Nationale Gewerkschaft des portugiesischen Flugpersonals der Zivilluftfahrt (SNPVAC) aufgerufen hat, weil bei den Verhandlungen über die neue Betriebsvereinbarung keine Einigung erzielt werden konnte.
Das TAP-Personal stimmte am Dienstag für die Aufrechterhaltung des Streiks und billigte außerdem die Planung von mindestens fünf weiteren Tagen der Arbeitsniederlegung bis zum 31. Januar.
In dem Antrag, über den am Dienstag auf einer Generalversammlung der Gewerkschaftsmitglieder abgestimmt wurde, erklärt die SNPVAC, dass „TAP es vorgezogen hat, für die Auswirkungen des Streiks zu „bezahlen“, anstatt der Besatzung das zurückzugeben, was sie ihr einseitig weggenommen hat.“
TAP-Chefin Christine Ourmières-Widener bedauerte die Entscheidung der Gewerkschaft und erklärte sich bereit, Lösungen zu finden, um weitere Störungen zu vermeiden. TAP und die Gewerkschaften verhandeln derzeit über die Überarbeitung der Betriebsvereinbarung als Teil des Umstrukturierungsplans.
TAP schlägt unter anderem Lohnkürzungen und flexiblere Arbeitszeiten vor.
Das Kabinenpersonal, das mit der Situation unzufrieden ist, beschloss auf einer Dringlichkeitsversammlung der SNPVAC am 3. November, am 8. und 9. Dezember in den Streik zu treten und den von der Fluggesellschaft vorgelegten Vorschlag für eine neue Betriebsvereinbarung (CA) strikt abzulehnen, der ihrer Meinung nach „absolut inakzeptabel und offensichtlich einschränkend“ ist.
Sie wollen, dass die derzeitige Betriebsvereinbarung als Ausgangspunkt und Grundlage für künftige Verhandlungen dient.
TAP hatte einen Vorschlag unterbreitet, der nach eigenen Angaben neun der 14 Forderungen der Gewerkschaft erfüllte, der jedoch an die Bedingung geknüpft war, dass die Hauptversammlung der SNPVAC vorgezogen wird. Die Gewerkschaft erklärte, dass es unmöglich sei, diese Versammlung vorzuverlegen, woraufhin TAP den Vorschlag zurückzog und beschloss, 360 Flüge am Streiktag zu streichen.
Die Mindestdienste während des Streiks umfassen Flüge von und nach den beiden autonomen Regionen Portugals, Madeira und den Azoren, sowie in portugiesischsprachige Länder und Orte mit großen portugiesischen Auswanderergemeinschaften.