Rumänien schnürt 3,5 Milliarden Euro Hilfspaket für Bevölkerung und Unternehmen
Die Regierung soll in Kürze mehrere Maßnahmen im Rahmen eines Hilfspakets in Höhe von 3,5 Mrd. EUR auf den Weg bringen, um angesichts des anhaltenden Preisanstiegs gefährdete Bevölkerungsgruppen und KMU zu unterstützen.
Die Regierung soll in Kürze mehrere Maßnahmen im Rahmen eines Hilfspakets in Höhe von 3,5 Mrd. EUR auf den Weg bringen, um angesichts des anhaltenden Preisanstiegs gefährdete Bevölkerungsgruppen und kleine und mittlere Unternehmen (KMU) zu unterstützen.
Die ersten Maßnahmen werden ab dem 1. Mai in Kraft treten und mindestens bis Ende des Jahres laufen, sagte Premierminister Nicolae Ciuca am Montag nach einer Sitzung der Regierungskoalition, in der das Paket erörtert wurde. Einige der Maßnahmen könnten jedoch auch nach Dezember 2022 weiterlaufen.
Das Hilfsprogramm mit dem Namen „Unterstützung für Rumänien“ beläuft sich auf insgesamt 17,3 Milliarden RON (3,5 Milliarden Euro), wovon mehr als die Hälfte durch EU-Mittel gedeckt werden soll, so Ciuca.
Die Maßnahmen sind in verschiedene Kategorien eingeteilt. Zu den wirtschaftlichen Maßnahmen gehören Hilfen für KMU, die vom Konflikt in der Ukraine betroffen sind, sowie 200 Millionen Euro zur Unterstützung von Großinvestitionen. Transportunternehmen würden eine Subvention erhalten, um einen Teil des Kraftstoffpreisanstiegs abzudecken.
Fast ein Drittel des Gesamtpakets ist jedoch für Preisanpassungen bei öffentlichen Aufträgen vorgesehen, die den Anstieg der Preise für Material oder Ausrüstung, Arbeitskräfte und Transportkosten abdecken sollen.
Die Regierung plant, Programme fortzusetzen, die es Unternehmen ermöglichen, deren Belegschaft vorübergehend zu entlassen oder flexible Arbeitszeiten festzulegen, um die Kosten zu senken.
Für besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen haben die Koalitionsparteien einen Plan zur Gewährung von Gutscheinen für Grundnahrungsmittel und Schulbedarf für junge Schüler:innen ausgearbeitet. Einige der Zuschüsse für Kinder mit besonderen Bedürfnissen sollen erhöht werden, und der Wert der Essensgutscheine soll um 50 Prozent steigen.
Die Regierung beabsichtigt außerdem, bis zu 80 Prozent der von jungen Familien aufgenommenen Darlehen und Studienkredite zu verbürgen.