Russland und Europa unterzeichnen Raumfahrtabkommen
Russland und Europa werden im europäischen Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana gemeinsam einen Startplatz für die russischen Sojus-Raketen bauen. Der erste Start soll 2007 stattfinden.
Russland und Europa werden im europäischen Weltraumbahnhof
Kourou in Französisch-Guayana gemeinsam einen Startplatz für die
russischen Sojus-Raketen bauen. Der erste Start soll 2007
stattfinden.
Die Europäische Raumfahrtagentur ESA hat am 19. Januar ein
langfristiges Kooperationsabkommen mit der russischen
Raumfahrtagentur Roskosmos unterzeichnet. Unter dem Abkommen sollen
der Startplatz der Raketen gemeinsam entwickelt, gebaut und genutzt
werden. Der Gesamtwert des Projekts, das bereits seit 1998 auf dem
Tisch liegt, beläuft sich auf 344 Millionen Euro.
Im Rahmen des Projekts – das unter der englischen Bezeichnung
‚Soyuz at Europe’s Spaceport’ läuft – wird die russische
Raumfahrtagentur erstmals ein langfristiger Kooperationspartner in
einem Raumfahrtstartprogramm. Das Projekt soll den gemeinsamen
Aufbau der Startanlage für Russlands Trägerrakete Sojus-ST am
Startplatz Kourou in Französisch-Guayana erleichtern. Der erste
gemeinschaftlich vorgenommene Start soll 2007 stattfinden.
Die verschiedenen Modelle der Sojus-Rakete können bereits 1.600
erfolgreiche Starts verzeichnen. Das gemeinsame Projekt wird den
Zugang Europas zum Weltall für mittelgroße Missionen
konsolidieren.
Das Abkommen verleiht Russland einen Sonderstatus innerhalb der
europäischen Raumfahrtagentur ESA, jedoch keine Mitgliedschaft.