Serbien will Militärpräsenz an Grenze zu Kosovo verstärken
Der serbische Präsident Aleksandar Vucic gab am Donnerstag (8. Dezember) bekannt, dass bis zu 1.000 serbischen Sicherheitskräfte an die Grenze zum Kosovo entsendet werden könnten. Vucic traf sich diesbezüglich am Freitagmorgen mit dem serbischen Verteidigungsminister.
Der serbische Präsident Aleksandar Vucic gab am Donnerstag (8. Dezember) bekannt, dass bis zu 1.000 serbischen Sicherheitskräfte an die Grenze zum Kosovo entsendet werden könnten. Vucic traf sich diesbezüglich am Freitagmorgen mit dem serbischen Verteidigungsminister.
Belgrad gab die Entscheidung als Reaktion auf die Verlegung von etwa hundert kosovarischen Polizisten bekannt, die in den Norden des Kosovo verlegt wurden, um „ihre Präsenz in ethnisch gemischten Umgebungen zu erhöhen.“
Der Premierminister des Kosovo, Albin Kurti kündigte eine verstärkte Polizeipräsenz an, nachdem es in dieser Woche zu Zwischenfällen in Gemeinden im Norden des Landes gekommen war. Mehrere maskierte Personen hatten die Büros der kommunalen Wahlkommissionen mit Handgranaten angegriffen.
Der Direktor des Regierungsbüros für Kosovo und Metohija Petar Petkovic beschuldigte den kosovarischen Ministerpräsidenten Albin Kurti, hinter den Provokationen zu stehen.
Serbien habe sofort darum gebeten, „dass KFOR und EULEX reagieren“, dass Kurti aber „die ganze Zeit die Unterstützung mächtiger Persönlichkeiten aus dem Westen“ gehabt hätte, sagte Petkovic.
In der Zwischenzeit wurden neue Vorfälle registriert. Im Nord-Kosovo griff am 9. Dezember eine Gruppe maskierter Personen ein Auto mit Journalist:innen der Online-Plattform Kallxo an, die sich gegen Korruption einsetzt. Die Journalist:innen wurden nicht verletzt, und die Nachrichtenagentur Telegrafi veröffentlichte Bildmaterial von dem Vorfall. In der vorangegangenen Nacht wurde ein Mitglied der kosovarischen Polizei im Dorf Sërboc in der Gemeinde Zvečan leicht verletzt, als bewaffnete Personen die Polizeistreife, in der er sich befand, aus einem Audi mit KM-Kennzeichen (Kosovska-Mitrovica) angriffen.
Dieser Artikel erschien ursprünglich bei EURACTIVs Medienpartner betabriefing.com