Serbiens Vucic signalisiert vor Ohrid-Dialog Gesprächsbereitschaft
Der serbische Präsident Aleksandar Vučić sagte, dass alles, was im Rahmen des Dialogs zwischen Belgrad und Priština unterzeichnet wurde, auch umgesetzt werden muss. Serbien ist bereit, viele Themen zu diskutieren, erklärte er.
Der serbische Präsident Aleksandar Vučić hat Gesprächsbereitschaft signalisiert. Zugleich müsse das bereits mit Kosovo Abgemachte umgesetzt werden, heißt es aus Belgrad.
Im Vorfeld des Treffens zwischen Vucic und dem kosovarischen Premier Albin Kurti, das am 18. März in Ohrid stattfinden wird, brachte Vučić die „roten Linien“ Serbiens ins Gespräch. Gleichzeitig kündigte er aber auch seine Offenheit für Gespräche mit dem Kosovo und EU-Vertretern an.
Vučić sagte, er spreche nicht oft über Serbiens „rote Linien“ im Verhandlungsprozess, denn dann „gibt es keine Verhandlungen, sondern nur das Beharren der anderen Seite auf diesen roten Linien.“
„Was wichtiger ist, ist ein richtiges Gespräch und der Versuch, Kompromisslösungen zu finden“, so der Präsident.
Auf die Frage, ob Serbien bereit sei, dem Kosovo einige Zugeständnisse in Bezug auf die Mitgliedschaft im Europarat zu machen, sagte Vučić, dass das Verfahren bereits in Gang gesetzt worden sei, „ohne dass jemand Serbien gefragt hätte.“
„Ich habe Emmanuel Macron und Olaf Scholz gesagt, was ich über die Aufnahme des Kosovo in die NATO und andere Dinge denke … sie kennen meine roten Linien“, sagte Vučić.
„Aber wir sind bereit, andere Fragen zu diskutieren, und wir sind immer gesprächsbereit. Wir müssen auch über einige Gesetze diskutieren, die eingeführt werden müssen“, so der serbische Präsident.
Gleichzeitig erhöht Vucic damit den Druck auf die EU, deren Interferenz er wohl bestmöglich beschränken will.
„Die Menschen haben die Nase voll von allen Arten von Druck, denen wir in Bezug auf den Kosovo, die Sanktionen und alles andere ausgesetzt waren“, betonte. Die „Beliebtheit der EU in Serbien ist auf dem Tiefpunkt“, fügte er hinzu. Gleichzeitig würde die Unterstützung geschätzt werden, die EU sei der Weg Serbiens.
„Wir sind ein kleines Land, aber das größte auf dem westlichen Balkan und die größte Volkswirtschaft [auf dem Westbalkan]. Es müssen noch viele Reformen durchgeführt werden, aber wenn wir diesen Weg weitergehen, glaube ich, dass wir eines Tages ein vollwertiges Mitglied der EU sein werden“, fügte er hinzu.