Ukraine an Finnlands älteren Kampfflugzeugen interessiert
Die Ukraine möchte trilaterale Gespräche mit Finnland und den USA über die Lieferung von älteren finnischen Kampfjets führen. Die finnische Premierministerin Sanna Marin hatte zuvor in Gesprächen mit dem ukrainischen Präsident Wolodymyr Selenskyj angedeutet, dass eine solche Lieferung möglich sei.
Die Ukraine möchte trilaterale Gespräche mit Finnland und den USA über die Lieferung von älteren finnischen Kampfjets führen. Die finnische Premierministerin Sanna Marin hatte zuvor in Gesprächen mit dem ukrainischen Präsident Wolodymyr Selenskyj angedeutet, dass eine solche Lieferung möglich sei.
Anfang des Monats hatte Marin vorgeschlagen, dass die Ukraine Kampfjets aus der finnischen F/A-18 Hornet-Flotte erhalten könnte, die durch Lockheed Martin F-35 ersetzt werden soll. Die Ankündigung war damals stark kritisiert worden.
Dennoch will die Ukraine den Vorschlag nicht aufgeben und hat vorgeschlagen, die USA in die Gespräche über die Lieferung miteinzubeziehen. Denn eine mögliche Lieferung, würde auch eine Zustimmung der USA erfordern, wie ungenannte außen- und sicherheitspolitische Quellen gegenüber mehreren finnischen Medien erklärten.
In Finnland verteidigt Marin (SDP) mitten im Wahlkampf weiterhin ihre Position und sieht keinen Grund, warum Kampfjets nicht diskutiert werden können. Sie lehnte es aber ab, bei ihrer Ankunft auf dem Brüsseler Gipfel am Donnerstag näher darauf einzugehen.
„Wenn jemand diskutieren will, dann lassen Sie uns diskutieren. Kein Problem“, sagte Präsident Sauli Niinistö, der für die Außen- und Sicherheitspolitik zuständig ist, gegenüber den Medien.
„Ich persönlich werde mich an nichts beteiligen, was die Verteidigungsfähigkeit Finnlands gefährdet […] Es ist nicht so einfach, verschlissene Kampfjets wegzugeben“, fügte er hinzu.
Das Ersuchen der Ukraine um Gespräche sei letzte Woche beim Verteidigungsministerium eingegangen, bestätigte Verteidigungsminister Antti Kaikkonen (Mitte) auf einer Pressekonferenz.
„Finnland braucht die Hornets in den kommenden Jahren für seine eigene Verteidigung“, sagte Kaikkonen und fügte hinzu, dass die Frage nach Ansicht der finnischen Verteidigungsbehörden nicht von akuter Bedeutung sei.
Dennoch werde die Ukraine „in den kommenden Wochen“ eine Antwort erhalten, fügte er hinzu.
Finnland hat sein 14. militärisches Hilfspaket im Wert von 161 Millionen Euro für die Ukraine geschnürt. Das Paket umfasst schwere Waffen, Munition und drei Leopard 2 Minenräumpanzer, kündigte Kaikonnen an. Finnland hat bisher Militärhilfe im Wert von 910 Millionen Euro an die Ukraine geleistet.