Vier EU-Länder gründen Lobbygruppe für Forstwirtschaft
Vier waldreiche EU-Länder - Finnland, Schweden, Österreich und Slowenien - haben gemeinsam die informelle strategische Partnerschaft "For Forest" gegründet, um bei künftigen forstpolitischen Vorhaben der EU ihre Positionen und Bemührungen abzustimmen.
Vier waldreiche EU-Länder – Finnland, Schweden, Österreich und Slowenien – haben gemeinsam die informelle strategische Partnerschaft „For Forest“ gegründet, um bei künftigen forstpolitischen Vorhaben der EU ihre Positionen und Bemührungen abzustimmen.
Die Vereinbarung, die von den vier Minister:innen in Luxemburg unterzeichnet wurde, kann als Vorbereitung auf den durch EU-Gesetzesvorhaben wachsenden Druck, Wälder stärker auf Umwelt- und Klimaschutz auszurichten, verstanden werden.
In einem Interview mit Ilta-Sanomat sagte der finnische Landwirtschafts- und Forstwirtschaftsminister Antti Kurvinen am Dienstag (18. Oktober), es wäre ein Fehler, die Forstwirtschaft nur aus der Perspektive der Klima- und Umweltpolitik zu betrachten. Daneben müsse man auch Fragen der Wettbewerbsfähigkeit und der Beschäftigung im Auge behalten, da die Klimakrise nicht ohne eine erfolgreiche europäische Forstindustrie gelöst werden könne, so Kurvinen.
Ihm zufolge herrsche in Brüssel ein akuter Mangel an Fachwissen in der Forstwirtschaft im Vergleich zu den vorhandenen guten Kenntnissen in Klimafragen und Naturschutz.
Eines der Ziele der Gruppe „For Forest“ wird es sein, Initiativen zu blockieren, die auf „falschen oder unwissenschaftlichen Fakten“ beruhen, und stattdessen eine „vernünftige und nachhaltige“ Gesetzgebung voranzutreiben, sagte Minister Kurvinen.
Er betonte auch, wie wichtig es sei, die Forstpolitik im Bereich der nationalen Entscheidungsfindung zu belassen, „so wie es im EU-Vertrag festgelegt ist.“