Vucic: Serbischer Gemeindeverband Bedingung für Dialog mit Kosovo
Serbien sei zu einem Dialog über den Kosovo bereit, solange über die Gründung eines Verbandes serbischer Gemeinden gesprochen werde, so der serbische Präsident Aleksandar Vučić auf der Münchner Sicherheitskonferenz.
Serbien sei zu einem Dialog über den Kosovo bereit, solange über die Gründung eines Verbandes serbischer Gemeinden gesprochen werde, so der serbische Präsident Aleksandar Vučić auf der Münchner Sicherheitskonferenz.
Vučić kam dort zu Gesprächen mit dem EU-Chefdiplomaten Josep Borrell zusammen, der Serbien deutlich dafür kritisiert hat, dass es keine Sanktionen gegen Russland verhängt hat.
Es war „kein einfaches Gespräch“, sagte Vučić im Anschluss gegenüber Pink TV. Mit Borrell sprach der serbische Präsident unter anderem über die Vorbereitung eines möglichen Dialogs mit dem kosovarischen Premierminister Albin Kurti.
„Wir sind zum Dialog bereit, aber der serbische Gemeindeverband muss diskutiert werden“, sagte er.
Der Kosovo steht nun unter Druck, ein Abkommen aus dem Jahr 2013 zur Gründung eines Verbands serbischer Gemeinden umzusetzen, die von Belgrad gefordert wird. Die EU und die USA setzen sich für die Umsetzung des Abkommens ein.
„Serbien wurde stark kritisiert, weil es keine Sanktionen gegen die Russische Föderation verhängt hat“, erklärte Vučić außerdem.
Der serbische Präsident kam auch zu Gesprächen mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron und Bundeskanzler Olaf Scholz zusammen. Der EU-Sonderbeauftragte für den Dialog zwischen Belgrad und Pristina, Miroslav Lajčak, nahm ebenfalls an dem Treffen teil.
„Sie sagten, sie wüssten, welche Linien Serbien nicht überschreiten werde, wir waren klar und präzise“, erklärte Vučić nach den Gesprächen.
Er sprach auch von einer diplomatischen Note eines Landes, das angeblich bereit sei, seine Anerkennung der Unabhängigkeit des Kosovo zurückzunehmen. Er werde aber zehn Tage warten, bevor er bekannt gebe, um welches Land es sich handle.