Wasserstoffinitiative der EU bekommt grünes Licht [DE]
Die Forschungsminister der EU haben eine Verordnung angenommen, die eine langfristige öffentlich-private Forschungspartnerschaft zu Wasserstoff- und Kraftstoffzellen vorsieht. Damit soll die Zeit bis zur Vermarktung dieser Technologien um zwei bis fünf Jahre verkürzt und letztendlich die CO2-Emissionen gesenkt werden.
Die Forschungsminister der EU haben eine Verordnung angenommen, die eine langfristige öffentlich-private Forschungspartnerschaft zu Wasserstoff- und Kraftstoffzellen vorsieht. Damit soll die Zeit bis zur Vermarktung dieser Technologien um zwei bis fünf Jahre verkürzt und letztendlich die CO2-Emissionen gesenkt werden.
Der Rat für Wettbewerbsfähigkeit vom 25. Februar 2008 hat sich auf die wesentlichen Elemente für den Start der gemeinsamen EU-Technologieinitiative für Brennstoffzellen und Wasserstoff geeinigt.
Aufgrund der Herausforderung Klimawandel und der Notwendigkeit, Treibhausgasemissionen zu senken, werden diese Technologien von vielen als eine saubere Alternative zu traditionellen fossilen Brennstoffen erachtet. Wenn beispielsweise ein Fahrzeug mit Wasserstoff betrieben wird, ist das einzig Abgasprodukt von Brennstoffzellen Wasserdampf.
Laut der Kommission habe EU-finanzierte Forschung gezeigt, dass die Einführung von Wasserstoff in das Energiesystem den gesamten Ölverbrauch des Verkehrssektors von der Gegenwart bis 2050 um 40% senken würde. Die Kommission fügt jedoch hinzu, dass zunächst grundlegende Hindernisse wirtschaftlicher, technologischer und institutioneller Natur überwunden werden müssten (für weitere Informationen zu diesem Aspekt siehe EURACTIV vom 27. Oktober 2006).
Derzeit sind diese Technologien nicht kommerziell erhältlich. Weitere Forschung und technologische Entwicklungen sind notwendig, bevor diese Technologien in größerem Umfang genutzt werden können. Das Ziel der gemeinsamen öffentlich-privaten Forschungspartnerschaft, das vom Rat festgelegt wurde, ist daher, die Entwicklung von Brennstoffzellen- und Wasserstofftechnologien in Europa zu beschleunigen, um deren Kommerzialisierung zwischen 2010 und 2020 zu ermöglichen.
Die EU wird in den kommenden sechs Jahren etwa 470 Millionen Euro in dieses Forschungsprogramm investieren. Der Privatsektor soll den gleichen Betrag beisteuern. Die Forschungsbemühungen dieser gemeinsamen Technologieinitiative soll das Vertrauen von industriellen, öffentlichen und privaten Investoren sowie von Entscheidungsträgern stärken, um sich dieser langfristigen Partnerschaft anzuschließen.
Forschungskommissar Janez Poto?nik sagte, natürlich solle der Privatsektor wie gewöhnlich handeln und seine eigenen Interessen verfolgen. Er fügte hinzu, die wichtigste Rolle der politischen Akteure bestehe darin, so bald wie möglich die richtigen Rahmenbestimmungen und Vorschriften für die Markteinführung dieser Technologien zu schaffen.
Poto?nik sagte weiter, kurzfristig gesehen seien Energieeffizienz und die Schaffung der entsprechenden Rahmenbedingungen für den Markt, um kohlenstoffarme Energiequellen zu nutzen, die wichtigsten Maßnahmen, um Treibhausgasemissionen zu senken. Langfristig betrachtet sollten jedoch Investitionen in erneuerbare Energien die Lösung des Problems darstellen.