Wien bereitet sich auf dunkleren Winter vor, um Energie zu sparen
Die Bundeshauptstadt bereitet sich darauf vor, den Energieverbrauch in diesem Winter zu senken. Dazu kündigte die Stadt Wien an, die Beleuchtung in wenig verkehrsschwachen Gegenden früher abzuschalten. Der Wiener Eistraum am Rathausplatz wackelt.
Die Europäische Kommission hat den Staaten empfohlen, ihren Energieverbrauch bis Ende März 2023 um 15 Prozent zu senken, und Wien hat angekündigt, dass es seinen Teil dazu beitragen will.
Die Bundeshauptstadt hat sich zum Ziel gesetzt, die gesamte Straßenbeleuchtung auf energieeffiziente LED-Lampen umzustellen. Bislang haben die Behörden nach eigenen Angaben etwa die Hälfte der 153.000 Straßenlampen ausgetauscht.
In verkehrsarmen Gebieten wird die Beleuchtung ab 22 Uhr auf 75 Prozent und ab Mitternacht auf nur noch 50 Prozent reduziert.
Ob der stark besuchte Wiener Eistraum am Rathausplatz stattfinden wird, soll in den nächsten Tagen entschieden werden.
Der Weihnachtsmarkt soll eine Woche später beginnen als im Vorjahr. Außerdem wird die Beleuchtung erst nach Einbruch der Dunkelheit eingeschaltet und die Preise an den Ständen werden steigen.
„Bis 2030 investieren wir über die Wiener Netze rund 3 Milliarden Euro in die Netzsicherheit der Bundeshauptstadt Wien,” so Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke am Montag (26. September).
Ein stabiles Stromnetz sei für die Einbeziehung erneuerbarer Energien unerlässlich, fügte er hinzu.