Albanien und Italien planen Wasserpipeline-Projekt
Albanien und Italien planen ein Wasserpipeline-Projekt inmitten der Dürre in Apulien. Italienische Medien haben einen Plan vorgestellt, wonach albanisches Wasser über eine Unterwasserpipeline nach Italien verkauft werden soll, um die von Wasserknappheit betroffene Region zu versorgen.
Albanien und Italien planen ein Wasserpipeline-Projekt inmitten der Dürre in Apulien. Italienische Medien haben einen Plan vorgestellt, wonach albanisches Wasser über eine Unterwasserpipeline nach Italien verkauft werden soll, um die von Wasserknappheit betroffene Region zu versorgen.
Der Corriere Della Sera veröffentlichte Informationen über das Projekt, bei dem Wasser von Gjirokaster über 85 Kilometer Unterwasserleitungen und 120 Kilometer Landleitungen nach Apulien transportiert werden soll. Die Kosten für das Projekt werden auf etwa 1 Milliarde Euro geschätzt.
„Wir sind durch die Adria mit Albanien verbunden, das sehr reich an Wasser ist. Wir haben außergewöhnlich gute Beziehungen zu Albanien. Wir haben eine große Chance, die Wasserkrise zu lösen. Wir können ein großes und ehrgeiziges Projekt ins Leben rufen. Es geht um den Bau einer beeindruckenden Wasserinfrastruktur in der Adria zwischen Apulien und Albanien“, sagte Sergio Fontana, der Präsident der Confindustria Puglia, die italienischen Unternehmen in Albanien vertritt.
Sollte das Projekt realisiert werden, würde es etwa vier Jahre bis zur Fertigstellung dauern. Rund 150 Millionen Kubikmeter Wasser würden dann in einer maximalen Unterwassertiefe von 850 Metern nach Apulien transportiert werden.
Italienischen Medienberichten zufolge hat der Präsident der Region Apulien, Michele Emiliano, kürzlich in einem Schreiben an Ministerpräsident Edi Rama sein Interesse an der Umsetzung eines solchen Projekts bekundet.
Nach Angaben des Corriere Della Sera würde Italien angesichts der Dürrekrise, von der die Region in den letzten Jahren betroffen war, von diesem Projekt profitieren. Das Projekt hätte allerdings auch für Albanien Vorteile. Rund 8000 neue Arbeitsplätze sollen durch das Projekt geschaffen werden.
In Tirana gibt es in weiten Teilen der Stadt kein durchgehend fließendes Wasser. Sofern die Bewohner keine individuellen Speicher installieren, steht das Wasser nur für etwa eine Stunde am Morgen, eine Stunde zur Mittagszeit und ein bis zwei Stunden am Abend zur Verfügung.
Die albanische Regierung hat sich noch nicht zu dem Deal geäußert: Es könnte daher vorerst ein italienischer Wunschtraum bleiben.