Albanien versucht Vermittlung zwischen Kosovo und Serbien

Der albanische Ministerpräsident Edi Rama hat am Rande des Gipfeltreffens der Europäischen Politischen Gemeinschaft in Moldau Gespräche mit dem serbischen Präsidenten Aleksander Vucic und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen geführt und mehr Dialog gefordert.

/ EURACTIV.rs / exit.al
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"Die Region muss eine neue Beziehung zur EU eingehen, während der Konflikt im Norden des Kosovo Seite an Seite mit der demokratischen Welt gelöst werden muss, um der drohenden Absurdität ein Ende zu setzen und das Abkommen zur Normalisierung und gegenseitigen Anerkennung zwischen dem Kosovo und Serbien abzuschließen", schrieb Rama (Bild) nach dem Treffen auf Facebook. [EPA-EFE/ANTON BRINK HANSEN]

Der albanische Ministerpräsident Edi Rama hat am Rande des Gipfeltreffens der Europäischen Politischen Gemeinschaft in Moldau Gespräche mit dem serbischen Präsidenten Aleksander Vucic und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen geführt und mehr Dialog gefordert.

Die Spannungen zwischen dem Kosovo und Serbien hatten zuletzt einen seit dem Krieg von 1998 bis 1999 nicht mehr gekannten Höhepunkt erreicht. In der vergangenen Woche wurden bei Protesten im mehrheitlich serbischen Norden rund 40 NATO-Soldaten sowie kosovarische Polizisten und Journalisten verletzt.

„Die Region muss eine neue Beziehung zur EU eingehen, während der Konflikt im Norden des Kosovo Seite an Seite mit der demokratischen Welt gelöst werden muss, um der drohenden Absurdität ein Ende zu setzen und das Abkommen zur Normalisierung und gegenseitigen Anerkennung zwischen dem Kosovo und Serbien abzuschließen“, schrieb Rama nach dem Treffen auf Facebook.

Er lobte auch das Treffen der kosovarischen Präsidentin Vjosa Osmani mit ihrem serbischen Amtskollegen Aleksander Vucic.

Rama schrieb, er hoffe, dass die von der Europäischen Union gestellten Forderungen von beiden Seiten erfüllt würden, damit die Situation deeskaliert werde und Pristina und Belgrad sich auf das endgültige Abkommen über die gegenseitige Anerkennung zubewegten.

„Ich kann Präsident Emmanuel Macron und Bundeskanzler Olaf Scholz nicht genug dafür danken, was sie tun, um den Normalisierungsprozess zwischen Kosovo und Serbien abzuschließen! Dass sie sich so respektvoll mit beiden Seiten zusammensetzen, um einen absurden Konflikt zu lösen, sagt alles über ihren großen europäischen Geist. Vielen Dank!“, schrieb er.

Vucic twitterte, dass alle Anstrengungen unternommen werden sollten, um den Frieden zu bewahren.

„Wir in der Region wissen am besten, wie wichtig es ist, gemeinsam alle Anstrengungen zu unternehmen, um den hart erkämpften Frieden und die Stabilität zu erhalten. Wir haben über die aktuellen Ereignisse und die nächsten Schritte gesprochen, die dazu beitragen könnten, eine Lösung für die derzeitige schwierige Situation zu finden, in der Hoffnung, dass sich die Vernunft zum Wohle aller durchsetzen wird“, schrieb er.

Er bezeichnete das Treffen mit den EU-Mitgliedstaaten als „schwierig“, bekräftigte aber die Absicht Serbiens, den Frieden zu wahren und alle Fragen im Dialog zu lösen.

Unterdessen nahm die albanische Außenministerin Olta Xhackca an dem informellen NATO-Außenministergipfel in Oslo teil. Sie dankte der NATO für ihren Beitrag zur regionalen Sicherheit, insbesondere im Zusammenhang mit den jüngsten Spannungen.

„Der Dialog ist der einzige Weg nach vorne“, fügte sie hinzu.