Serbien legt Kriegsrhetorik an den Tag

Inmitten der anhaltenden Krise zwischen Serbien und Kosovo warnte der serbische Präsident Aleksandar Vucic am Dienstag (2. August), dass der Kosovo "am Rande einer Katastrophe" stünde und dass Serbien bereit sei, wenn es angegriffen werde.

betabriefing.com / Euractiv.de
Spanish Prime Minister Sanchez visits Serbia
Vucic sagte im staatlichen Fernsehen, dass die serbischen Behörden "den Frieden schützen und für den Frieden beten werden", aber dass sie "niemandem erlauben werden, das serbische Volk zu verprügeln". [ANDREJ CUKIC/EPA]

Inmitten der anhaltenden Krise zwischen Serbien und Kosovo warnte der serbische Präsident Aleksandar Vucic am Dienstag (2. August), dass der Kosovo „am Rande einer Katastrophe“ stünde und dass Serbien bereit sei, wenn es angegriffen werde.

Im Mittelpunkt des diplomatischen Disputs steht die geplante verpflichtende Einführung von kosovarischen Pkw-Nummernschildern für in Kosovo lebende Serben, sowie die Forderung von zusätzlichen Reisedokumenten für Serben, die in den Kosovo reisen.

Ursprünglich wäre die Einführung der neuen Regelungen für den 1. August vorgesehen gewesen. Nach einer Intervention der EU und der USA wurde der Termin jedoch um einen Monat verschoben.

Obgleich Serbien bereits seit längerem die selben Maßnahmen für kosovarische Bürger, die nach Serbien einreisen, eingeführt hat, kritisierte Vucic den Schritt heftig.

Vucic sagte im staatlichen Fernsehen, dass die serbischen Behörden „den Frieden schützen und für den Frieden beten werden“, aber dass sie „niemandem erlauben werden, das serbische Volk zu verprügeln“.

„Ich bin weder (Slobodan) Milosevic noch (Boris) Tadic, ich habe nicht gelernt zu verlieren, ich habe niemanden bedroht. Wir haben nichts getan, und wenn Sie versuchen, etwas aus Serbien zu machen, wie Sie es in der Vergangenheit bereits getan haben, werden Sie eine andere Antwort bekommen“, sagte Vucic zu den Behauptungen, die NATO habe Belgrad am späten Abend des 31. Juli mit einer Intervention gedroht.

Vucic sagte, er werde sich am 3. August mit NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg treffen und am 18. August auf eine Einladung aus Brüssel zum Dialog mit Pristina antworten.

Bereits bei der Ankündigung der Maßnahmen im September hatte Vucic harsch reagiert und entsandte damals das serbische Militär an die kosovarische Grenze.