Spanien bringt Maßnahmen zum Energiesparen auf den Weg
Die spanische Regierung hat am Dienstag (11. Oktober) den Energie-Notfallplan des Landes genehmigt, mit dem der Energieverbrauch für den Winter zu gesenkt und Verbraucher:innen im Rahmen der EU-Regelungen zur Energiesolidarität geschützt werden sollen.
Die spanische Regierung hat am Dienstag (11. Oktober) den Energie-Notfallplan des Landes genehmigt, mit dem der Energieverbrauch für den Winter zu gesenkt und Verbraucher:innen im Rahmen der EU-Regelungen zur Energiesolidarität geschützt werden sollen.
Der Plan „Mehr Energiesicherheit“ zielt darauf ab, die Energieautonomie zu verbessern und die Wettbewerbsfähigkeit im Einklang mit den Verpflichtungen der Regierung zur „Energiesolidarität“ mit den EU-Partnern zu erhöhen. Ziel ist eine Senkung des Gasverbrauchs zwischen 5,1 Prozent und 13,5 Prozent bis März 2023.
Der neue Energieplan soll „eine strategische Vision für mehr Sicherheit, bezahlbare Energiepreise und mehr Solidarität mit den anderen Europäern“ bieten, sagte die spanische Umweltministerin Teresa Ribera am Dienstag.
Der Plan, der teilweise mit EU-Mitteln finanziert wird, umfasst 73 Maßnahmen, die in sechs Hauptpunkte unterteilt sind: Energieeinsparung und -effizienz, Förderung des Übergangsprozesses, Verbraucherschutz, Besteuerung, Energie- und Technologieautonomie und Solidarität mit der EU.
Der Schutz der schwächsten Verbraucher:innen in Spanien gehört zu den wichtigsten Punkten des Plans. So sollen Sozialbonus für Elektrizität und der für die Wärmeversorgung erhöht werden, um die Kosten für 1,6 Millionen Haushalte zu senken.
Der Plan umfasst eine technische Überarbeitung der geltenden Verordnung über die Außenbeleuchtung, enthält jedoch keine Vorschriften über den Einsatz von Weihnachtsbeleuchtung.
Die EU-Staaten haben sich auf gemeinsame Maßnahmen geeinigt, um die Energieabhängigkeit der EU von Russland zu verringern. Dazu gehören unter anderem Einsparmaßnahmen für den Stromverbrauch und die Abschöpfung von Zufallsgewinnen im Energiesektor.