Spanien lanciert Paket zur Unterstützung von Haushalten bei Stromkosten
Sánchez hat am Donnerstag vor dem Parlament Einzelheiten eines neuen Maßnahmenpakets vorgestellt, mit dem der Schutz bedürftiger Bürger, die täglich mit steigenden Energiepreisen konfrontiert sind, verbessert werden soll.
Premierminister Pedro Sánchez hat am Donnerstag vor dem Parlament Einzelheiten eines neuen Maßnahmenpakets im Wert von drei Milliarden Euro vorgestellt, mit dem der Schutz bedürftiger Bürger, die täglich mit steigenden Energiepreisen konfrontiert sind, verbessert werden soll.
Das Paket wurde zwei Tage nach der Verabschiedung des Energiesparplans durch den Nationalen Ministerrat vorgestellt, mit dem die harten Auswirkungen der durch den Ukraine-Krieg verursachten Inflation gemildert werden sollen.
Das neue Maßnahmenpaket, das rund 1,7 Millionen Haushalten zugute kommt, die etwa 40 Prozent der Bevölkerung ausmachen, wird am Dienstag (18. Oktober) vom Ministerrat formell verabschiedet.
Diese Maßnahmen sind notwendig, weil „wir weder Putins Krieg noch seine wirtschaftlichen Folgen verhindern können“, sagte Sánchez und stellte fest, dass „keine Regierung der Welt dies tun kann“.
„Wir können die wirtschaftlichen Auswirkungen von Putins Krieg auf die soziale Mehrheit des Landes und die schwächsten Gruppen abfedern. Das tun wir, und wir werden es auch weiterhin tun“, fügte der Sozialdemokrat hinzu.
Sánchez bestätigte auch, dass seine Regierung drei Maßnahmen verabschiedet hat, wie die von der Umweltministerin Teresa Ribera angekündigte Subvention für Hausbesitzergemeinschaften mit zentralisierten Heizkesseln.
In der Zwischenzeit bestätigte Sánchez, dass ein Sondertarif eingeführt wird, um den vierteljährlichen Anstieg der Energiepreise zu begrenzen, der bis Ende 2023 gelten soll.
Was die sozial bedürftigsten Haushalte betrifft, so erklärte Sánchez, dass der soziale Energiebonus durch eine Erhöhung der rabattfähigen Energiemenge um 15 Prozent verstärkt werden soll.
Der Prozentsatz der Ermäßigung wird auf 65 Prozent beziehungsweise 80 Prozent für gefährdete und stark gefährdete Familien angehoben, eine Maßnahme im Wert von 255 Euro.
Zusätzlich zu diesen außerordentlichen Maßnahmen kündigte der Premierminister die Schaffung einer „vorübergehenden“ neuen Kategorie von Stromverbrauchern an, die Anspruch auf einen 40-prozentigen Nachlass auf ihre Kosten haben.
Diese Maßnahme richtet sich an „Haushalte mit einkommensschwachen Arbeitnehmern“ und ist für 1,5 Millionen Haushalte gedacht.
Der so genannte Wärmebonus wird 2022 und 2023 für besonders bedürftige Haushalte aufgestockt, wobei die Haushaltsmittel in beiden Jahren verdoppelt werden.
Dazu wird die Mindestsubvention auf 40 Euro angehoben – was etwa dem Preis von zwei Butangasflaschen entspricht, wie Sánchez betonte – und der durchschnittliche Subventionsbetrag auf 375 Euro pro Haushalt verdoppelt.