Spanische Eurofighter absolvieren ersten Warnflug in Bulgarien

Als Reaktion auf eine mögliche Verletzung des bulgarischen Luftraums im Schwarzen Meer starteten am Donnerstag (17. Februar) zwei Eurofighter EF-2000 Typhoon vom Luftwaffenstützpunkt Graf Ignatievo, und zwar am selben Tag, an dem die Zeremonie ihrer Ankunft stattfand.

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‚Air Policing‘ joint military tasks in Bulgaria
Die Entsendung von weiteren 4000  Truppen nach mehreren osteuropäischen Allianzmitgliedern stellt der bedeutendste Umschwung der militärischen Position der NATO dar. Diese hatte zuletzt Truppen in das Baltikum und nach Polen verlegt nach der russischen Annexion der Krim von der Ukraine im Jahr 2014 Truppen in das Baltikum und nach Polen verlegt hat. [(NATINAMDS). EPA-EFE/BORISLAV TROSHEV]

Als Reaktion auf eine mögliche Verletzung des bulgarischen Luftraums im Schwarzen Meer starteten am Donnerstag (17. Februar) zwei Eurofighter EF-2000 Typhoon vom Luftwaffenstützpunkt Graf Ignatievo, und zwar am selben Tag, an dem ihre Ankunfts-Zeremonie stattfand.

Diese Nachricht wurde von Verteidigungsminister Admiral Emil Eftimov und dem spanischen Kommandeur Jesus Salazar im Anschluss an die Abschlussfeier der im Stützpunkt stationierten bulgarischen und spanischen Soldat:innen verkündet. Beide Besatzungen sollen die gemeinsam den bulgarischen Luftraum überwachen, wie Nova TV berichtete.

Berichten zufolge wurden am Donnerstagmorgen ausländische Flugzeuge gesichtet, die im östlichen Gebiet über dem Schwarzen Meer flogen. Die spanischen Piloten waren jedoch nicht in der Lage, sie zu identifizieren und zogen sich schnell zurück. Die Behörden bestätigten, dass der bulgarische Luftraum nicht verletzt wurde.

„Ähnliche Aktionen werden wöchentlich von der bulgarischen MiG-29 durchgeführt, wenn sie sich ausländischen Flugzeugen in einem geregelten Bereich in der Nähe des bulgarischen Luftraums nähern. Wir stellen kategorisch fest, dass es keinen Grund zur Besorgnis gibt, da die bulgarischen Luftgrenzen in keiner Weise verletzt wurden“, erklärte das bulgarische Verteidigungsministerium.

Vier spanische Eurofighter und 130 Personalmitglieder trafen am 11. Februar in Bulgarien ein.

Bulgariens Kampfflugzeugflotte besteht aus einem Dutzend MIG-29 aus sowjetischer Produktion und einem weiteren Dutzend Sukhoi SU-25. Bulgarien hat zudem 16 US-Kampfjets vom Typ F-16 bestellt, deren Lieferung jedoch mehrere Jahre andauern wird.

Deutsche Eurofighter in Rumänien

Die deutsche Luftwaffe ist unterdessen am Donnerstag auf einem Militärflughafen in Ostrumänien eingetroffen, wie Reuters unter Berufung auf das Verteidigungsministerium des Landes berichtete.

Die drei Eurofighter und rund 60 Soldat:innen werden in den nächsten drei Wochen gemeinsam mit italienischen und rumänischen Einheiten an verstärkten luftpolizeilichen Einsätzen teilnehmen. Die deutschen Luftstreitkräfte haben bereits 2021 ähnliche Einsätze an der Seite der britischen Luftstreitkräfte in Rumänien durchgeführt.

Sie werden auf dem Luftwaffenstützpunkt Mihail Kogalniceanu am Schwarzen Meer stationiert sein, wohin Anfang des Monats ein Stryker-Geschwader mit 1.000 US-Soldat:innen aus Vilseck (Deutschland) verlegt wurde. Die Staffel wurde zusätzlich zu den 900 bereits in Rumänien stationierten US-Soldat:innen dorthin verlegt.

Anfang dieser Woche wies die NATO ihre militärischen Befehlshaber:innen an, Pläne für neue Gefechtsverbände in Mittel- und Südosteuropa auszuarbeiten. Gleichzeitig warf sie Russland vor, mehr Truppen in die angrenzenden Gebiete zur Ukraine zu verlegen, anstatt die Streitkräfte abzuziehen.

Diplomaten sagten, dass vier neue Einheiten mit insgesamt rund 4.000 Soldat:innen in Rumänien, Bulgarien, Ungarn und der Slowakei stationiert werden könnten. Dies wäre die bedeutendste Verlagerung der militärischen Präsenz der NATO auf dem Kontinent, seit sie nach der russischen Annexion der Krim von der Ukraine im Jahr 2014 Truppen in das Baltikum und nach Polen verlegt hat.

Ein Konvoi der deutschen Armee mit 130 Soldat:innen und 60 Fahrzeugen erreichte am Donnerstag den baltischen Staat Litauen und brachte fast die Hälfte der geplanten Verstärkung für die von Deutschland geführte NATO-Battelgroups in das Land.

Am Donnerstag sagte US-Präsident Joe Biden, dass alle Anzeichen darauf stünden, dass Russland eine Invasion in die Ukraine plane.

[Bearbeitet von Alice Taylor]