UN-Wasserkonferenz: Niederlande sagen mehr Entwicklungshilfe zu
Die globalen Herausforderungen im Zusammenhang mit Wasser müssten stärker angegangen werden, erklärten die niederländischen Minister für Infrastruktur und Entwicklungshilfe.
Die globalen Herausforderungen im Zusammenhang mit Wasser müssten stärker angegangen werden, erklärten die niederländischen Minister für Infrastruktur und Entwicklungshilfe. Sie sprachen auf der UN-Wasserkonferenz in New York, wo sie den Entwicklungsländern auch mehr finanzielle Unterstützung zusagten.
Die von den Niederlanden und Tadschikistan gemeinsam ausgerichtete Veranstaltung sollte eine Plattform zur Erörterung wasserbezogener Fragen bieten. Mehrere EU-Länder, darunter Frankreich und Italien, haben derzeit mit Wasserknappheit zu kämpfen und suchen nach Möglichkeiten zur nachhaltigen Wiederverwendung von Wasser.
„Wasserprobleme gibt es weltweit, und sicherlich auch in unserem Land. […] Wasser ist buchstäblich lebenswichtig. Deshalb finde ich es gut, dass die Konferenz mit einer Aktionsagenda endet: Die Zeit der schönen Worte ist vorbei, jetzt müssen die Parteien selbst an die Arbeit gehen“, so der niederländische Infrastrukturminister Mark Harbers (VVD/Renew Europe).
Die Konferenz verabschiedete einen „Wasser-Aktionsplan“, der mehr als 669 Verpflichtungen für Projekte zur Bewältigung wasserbezogener Herausforderungen enthält.
Im Rahmen der auf der Konferenz eingegangenen Verpflichtungen haben die Niederlande zugesagt, eine neue Initiative zu „Wasser im Zentrum des Klimaschutzes“ mit 50 Millionen Euro zu finanzieren.
Die Initiative zielt darauf ab, Katastrophenhilfe zu leisten und das Risiko wasserbedingter Katastrophen in gefährdeten Gemeinden in Äthiopien, Sudan, Südsudan und Uganda zu mindern.
Die Niederlande kündigten außerdem eine neue Initiative mit dem Namen „International Panel for Deltas and Coastal Areas“ (IPDC) an, welche die Zusammenarbeit und den Wissensaustausch zwischen den Ländern verbessern soll.
„Diese Maßnahmen sind in den Niederlanden, aber sicherlich auch international notwendig“, so die niederländische Entwicklungsministerin Liesje Schreinemacher (VVD/Renew Europe).
„Regierungen, Interessengruppen und Unternehmen haben es in dieser Woche geschafft, gut zueinander zu finden“, sagte sie
„Jetzt gilt es, beharrlich zu bleiben und sich gegenseitig zu unterstützen, damit alle Initiativen tatsächlich zu einer besseren Wassernutzung führen“, so Schreinemacher weiter.