UN weist auf weltweiten "Boom" erneuerbarer Energien hin [DE]
Ein Bericht des Umweltprogramms der Vereinten Nationen zeigt, dass die Investitionen in nachhaltige Energien zwischen 2005 und 2006 um 43% gestiegen sind. Ein ähnlich kontinuierlicher Wachstumsverlauf liege bisher für 2007 vor.
Ein Bericht des Umweltprogramms der Vereinten Nationen zeigt, dass die Investitionen in nachhaltige Energien zwischen 2005 und 2006 um 43% gestiegen sind. Ein ähnlich kontinuierlicher Wachstumsverlauf liege bisher für 2007 vor.
Etwa 100 Milliarden US-Dollar Investitionskapital flossen 2006 in erneuerbare Energien – 2005 waren es noch 80 Milliarden US-Dollar. Dies erklärt ein Bericht des Umweltprogramms der Vereinten Nationen mit dem Titel „Global Trends in Sustainable Energy 2007“ (deutsch: Weltweite Entwicklung nachhaltiger Energien), der im Juni 2007 veröffentlicht wurde.
Der Bericht begründet diesen ‚Boom’ mit Faktoren wie dem Klimawandel, der zunehmenden Energienachfrage, den anhaltend hohen Preisen für Öl und politischen Initiativen für saubere Energie zu, die Investitionen erleichtern und eine stabile Umgebung für weiteres Wachstum in diesem Sektor schaffen.
Mehr als 70% der Investitionen in nachhaltige Energie werden entweder in der EU oder den USA getätigt. Die EU-27 hinkt jedoch laut Bericht im Bereich Forschungsinvestitionen hinterher. Die Statistiken beweisen zudem, dass die Industrie der erneuerbaren Energien nicht länger von den Industriestaaten dominiert wird: Die Entwicklungsländer machen etwa ein Fünftel aus.
Die Untersuchung befand, dass Windenergie wichtigeren Investitionen unterliegt; Indien führt den Markt an. Solarenergie, angeführt von China, und Biokraftstoffe, geführt von Brasilien, hatten die höchsten Wachstumsraten zu verzeichnen. Brasilien ist weltweit der größte Markt für nachhaltige Energien; etwa 44% seiner gesamten Energieherstellung wird aus erneuerbaren Energiequellen gewonnen.
Achim Steiner, verantwortlicher Direktor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen, sagte, erneuerbare Energien seien nicht länger abhängig von den ‚Tücken’ fallender oder steigender Ölpreise; sie würden zu frei wählbaren Erzeugungssystemen für eine zunehmende Zahl an Stromunternehmen, Gemeinden und Ländern, ungeachtet der Kosten für fossile Brennstoffe.