Abholzung in Lappland geht trotz Protesten weiter

Die Abholzungsmaßnahmen der finnischen Regierung zur Ausdünnung der Wälder in der Region Aalistunturi wurden am Mittwoch fortgesetzt, nachdem die Polizei ein von Umweltschützer:innen errichtetes Protestcamp geräumt hatte.

Euractiv.com
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Etwa 900 Kilometer nördlich von Helsinki hat das staatliche Unternehmen Metsähallitus unter der Leitung des Landwirtschafts- und des Forstministeriums Anfang Januar mit der Abholzung einer Fläche von rund 400 Hektar begonnen. [Shutterstock/BORISENKOFF]

Die Abholzungsmaßnahmen der finnischen Regierung zur Ausdünnung der Wälder in der Region Aalistunturi wurden am Mittwoch fortgesetzt, nachdem die Polizei ein von Umweltschützer:innen errichtetes Protestcamp geräumt hatte.

Etwa 900 Kilometer nördlich von Helsinki hat das staatliche Unternehmen Metsähallitus unter der Leitung des Landwirtschafts- und des Forstministeriums Anfang Januar mit der Abholzung einer Fläche von rund 400 Hektar begonnen.

Nach Angaben von Metsähallitus erstrecken sich die Arbeiten auf Waldgebiete mit Bäumen im Alter von 55 bis 90 Jahren. Die Arbeiten erfolgen laut dem Unternehmen gemäß den Leitlinien für die praktische Waldbewirtschaftung, die auf den Schutz der Umwelt und der biologischen Vielfalt ausgerichtet seien.

Die Umweltgruppen Extinction Rebellion, Greenpeace und Luontoliitto waren von dieser Argumentation jedoch nicht überzeugt und forderten, dass die Abholzung zumindest so lange gestoppt wird, bis die lokale Initiative für einen Nationalpark im Umweltministerium zu einem schnellen Abschluss gebracht wurde.

Da die Verhandlungen jedoch scheiterten, errichteten die Demonstrant:innen ein Lager in dem Waldgebiet, das die Polizei am Dienstag auflöste. Acht Personen wurden festgenommen, die am nächsten Tag wieder freigelassen wurden.

Nach der Freilassung kündigte Metsähallitus an, den Holzeinschlag fortsetzen zu wollen – ein Schritt, der voraussichtlich weitere Proteste in anderen Regionen nach sich ziehen wird.