Deutschland schließt sich Stromverbund an [DE]

Frankreich, Deutschland und die Benelux-Staaten haben sich darauf geeinigt, in Nordwest-Europa bis 2009 einen Binnenmarkt für Elektrizität zu schaffen, um die Versorgungssicherheit zu erhöhen und die Preise für die Verbraucher zu senken.

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Frankreich, Deutschland und die Benelux-Staaten haben sich darauf geeinigt, in Nordwest-Europa bis 2009 einen Binnenmarkt für Elektrizität zu schaffen, um die Versorgungssicherheit zu erhöhen und die Preise für die Verbraucher zu senken.

Die Strommärkte von Frankreich, Deutschland, Belgien, den Niederlanden und Luxemburg sollen ab dem 1. Januar 2009 in einen gemeinsamen regionalen Markt integriert werden. Eine Absichtserklärung, welche die Umsetzung eines gekoppelten Marktes festlegt, wurde von den Regierungen, Regulierungsbehörden, Energiekonzernen, Netzbetreibern und Energieverbänden der teilnehmenden Länder am 6. Juni 2007 unterzeichnet.

Eine ‚Drei-Märkte-Kopplung’ zwischen Belgien, Frankreich und den Niederlanden wurde bereits im November 2006 geschaffen; nun haben sich Deutschland und Luxemburg entschieden, der Initiative beizutreten.

Laut der nordwest-europäischen Plattform (north-west European Market Parties Platform; NWE MPP) der Stromverbände führe die Kopplung der Märkte von befristeten Elektrizitätsmärkten zu einer effizienteren Nutzung der Kapazitäten zur Zusammenschaltung der Stromnetze und liefere mehr Möglichkeiten für Energieversorger, Energie einzukaufen und zu verkaufen und ihre Ressorts zu optimieren. Die Verbände erwarten weiterhin, dass eine verbesserte Marktintegration zu einer Verbesserung des Wettbewerbs führen werde, und dass dies Nutzen für die Verbraucher und die gesamte Region bringen werde.

Der Kommissar für Energie, Andris Piebalgs, begrüßte diese Entscheidung als ‚einen positiven Schritt in Richtung eines europäischen Energiebinnenmarktes’ und stimmte zu, dass dies niedrigere Preise für Verbraucher schaffen, die Versorgungssicherheit erhöhen und Investitionen in die Kapazitäten- und Transmissionsinfrastruktur einer neuen Generation anregen werde. 

NWE MPP betont die Einführung eines gemeinsamen Auktionsbüros und die Harmonisierung der Handelsregelungen als ein Schlüsselelement für die Schaffung eines gekoppelten Marktes. Die an der Absichtserklärung beteiligten Parteien werden nun das Konzept beispielsweise einer Steuerungsstruktur für die Marktkopplung weiterentwickeln. Sie werden auch Maßnahmen diskutieren, die der Versorgungssicherheit in der Region dienen sollen.