Forum für Nuklearenergie in Bratislava ins Leben gerufen [DE]
Das Europäische Kernenergieforum wurde diese Woche ins Leben gerufen. Laut EURACTIV Tschechien und EURACTIV Slowakei stelle es eine Plattform für Politiker, Industrievereinigungen und Bürgerorganisationen dar, um die Risiken und Möglichkeiten von Atomenergie zu diskutieren.
Das Europäische Kernenergieforum wurde diese Woche ins Leben gerufen. Laut EURACTIV Tschechien und EURACTIV Slowakei stelle es eine Plattform für Politiker, Industrievereinigungen und Bürgerorganisationen dar, um die Risiken und Möglichkeiten von Atomenergie zu diskutieren.
Das Forum wurde am 26. November 2007 vom slowakischen Premierminister Robert Fico und seinem tschechischen Amtskollegen Mirek Topolánek eingeweiht.
Laut der Initiatoren sei es das Ziel des Forums, angesichts der derzeitigen Herausforderungen im Energiebereich, eine offene Debatte über Atomenergie zu fördern. Zu diesen Herausforderungen zählen besonders eine erhöhte Unabhängigkeit von Drittstaaten, unzureichende Produktionskapazitäten sowie die europäischen Ziele zur Senkung der Treibhausgasemissionen.
Unter den Teilnehmern befanden sich nationale Politiker, Mitglieder des Europäischen Parlaments, Stromkonzerne, Vereinigungen der Atomindustrie, Verbraucher und Organisationen der Zivilgesellschaft. Sie diskutierten die Möglichkeiten der Atomenergie sowie Sicherheitsfragen, besonders die Nichtverbreitung der Atomenergie.
Der zweite Gesprächstag konzentrierte sich auf das „Bild“ der Atomindustrie. Die meisten Teilnehmer waren der Meinung, dass der Anteil der Atomenergie am Energiemix der EU zumindest beibehalten werden sollte, um eine stabile Stromversorgung zu gewährleisten.
Kritische Stimmen wurden allerdings auch von Seiten der Umweltorganisationen und Politiker der Grünen Partei laut. Sie betonten, dass Atomenergie ohne umfangreiche staatliche Subventionen nicht lebensfähig sei.