Frankreich bestätigt "Europäische Klimakonferenz" im März, Ziele bleiben unklar
Am 7. und 8. März wird in Nantes der "Climate Chance Europe"-Gipfel stattfinden. Die Veranstaltung wird Europa gewidmet sein, insbesondere "der Umsetzung des Green Deal". EURACTIV Frankreich berichtet.
Am 7. und 8. März wird in Nantes ein „Climate Chance Europe“-Gipfel stattfinden, dessen Ziele jedoch bisher relativ vage definiert sind. EURACTIV Frankreich berichtet.
Die Veranstaltung wird Europa gewidmet sein, insbesondere „der Umsetzung des Green Deal“ und „den Herausforderungen der Abschwächung und Anpassung an den Klimawandel auf europäischer Ebene“, sagte ein Vertreter auf einer Pressekonferenz am Montag (14. Februar).
Der von der französischen Climate Chance Association organisierte Gipfel empfängt Vertreter:innen der Zivilgesellschaft – darunter Verbände, Unternehmen und lokale Behörden. Nach Angaben der Veranstalter wird er fast 300 hochrangige Redner:innen umfassen.
Zur gleichen Zeit und am gleichen Ort findet im Rahmen der französischen EU-Ratspräsidentschaft eine europäische Klimakonferenz statt, die von einem Beamten als „Mini-COP“ bezeichnet wird.
Auf der Website der französischen EU-Ratspräsidentschaft heißt es, das „Ziel der Veranstaltung ist es, Europa für die Bewältigung der Herausforderungen des Klimawandels zu mobilisieren und das ehrgeizige Ziel der Europäischen Union zu erreichen, die Treibhausgasemissionen bis 2030 um mindestens 55 Prozent zu reduzieren und bis spätestens 2050 klimaneutral zu werden“.
Auf der Website ist die Rede von „hochrangigen Vertreter:innen der EU-Mitgliedstaaten, der Europäischen Kommission und des Europäischen Parlaments“ sowie von „Persönlichkeiten aus der Zivilgesellschaft, der Wissenschaft, den Unternehmen und den lokalen Behörden“.
Es werden mehrere Namen für die Teilnahme genannt, wobei es bisher noch keine Zusagen gibt: Der Präsident der COP26, Alok Sharma, die ägyptische Umweltministerin Yasmine Fouad, der Exekutivsekretär des UN-Klimarahmenübereinkommens (UNFCC) und Vertreter:innen der Tschechischen Republik und Schwedens – Länder, die die EU-Ratspräsidentschaft als nächstes übernehmen sollen.
Auf der Konferenz wird es eine Reihe von Diskussionsrunden und Arbeitssitzungen geben, die sich mit dem Klimaschutz und der Anpassung an den Klimawandel, einschließlich der Rolle der Städte und Regionen, befassen. Darüber hinaus werden keine großen Entscheidungen oder Ankündigungen erwartet. Hauptziel ist es, guten Willen zu sammeln und Planungen zu koordinieren.
Synergien schaffen
Der „Climate Chance Europe“-Gipfel soll „in Synergie mit der Europäischen Klimakonferenz“ stattfinden, erklärten die Veranstalter auf einer Pressekonferenz.
„Wir brauchen diesen Dialog zwischen der Europäischen Kommission, den Mitgliedstaaten und der Gemeinschaft der Beteiligten, die tagtäglich Maßnahmen zur Verringerung der Treibhausgasemissionen entwickeln“, so Ronan Dantec, Vorsitzender der Vereinigung Climate Chance und Senator für Loire-Atlantique.
Der Dialog wird in zwei Plenarsitzungen stattfinden, die auf die Europäische Klimakonferenz und den Climate Chance-Gipfel verteilt sind.
Die erste wird sich auf das Thema „Von Glasgow bis Sharm El-Sheikh, vom Europäischen Green Deal bis zu territorialen Klimaschutzmaßnahmen“ konzentrieren, während die zweite sich mit der Bekämpfung des Klimawandels und einem gerechten Wandel beschäftigen wird. Bei beiden Veranstaltungen werden auch Redner:innen anwesend sein.
Nach Ansicht der Veranstalter des Gipfels und des politischen Beraters des französischen Ministeriums für den ökologischen Wandel ist die zeitgleiche Ausrichtung der beiden Veranstaltungen „eine Gelegenheit zur gegenseitigen Anregung“.
[Bearbeitet von Frédéric Simon / Alice Taylor]