Merkel bietet Polen Zugang zur Ostsee-Gaspipeline an [DE]
Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat auf ihrem ersten Besuch in Polen einen versöhnlichen angeschlagen. Sie erklärte, gute Beziehungen zu Polen seien der neuen Regierung ebenso wichtig, wie ihr Verhältnis zu Russland.
Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat auf ihrem ersten Besuch in Polen einen versöhnlichen angeschlagen. Sie erklärte, gute Beziehungen zu Polen seien der neuen Regierung ebenso wichtig, wie ihr Verhältnis zu Russland.
Der Antrittsbesuch von Angela Merkel in Polen dürfte von Russland genauestens beobachtet worden sein. Denn das im September zustande gekommene Abkommen zwischen Deutschland und Russland zu der neuen Ostsee-Gaspipeline hat Polen verärgert. Kanzlerin Merkel und der neue deutsche Außenminister Franz Walter Steinmeier trafen sich mit dem neuen polnischen Ministerpräsidenten Kazimierz Marcinkiewicz und dem designierten Präsidenten Lech Kaczynski.
Es geht bei diesem Projekt […] nicht nur um deutsche und russische Interessen; auch andere Länder in Europa – insbesondere auch Polen – sollen von der Ostsee-Pipeline profitieren“, sagte Merkel zum Pipeline-Projekt. Gleichzeitig seien „strategisch gute Beziehungen zu Russland“ wichtig – allerdings „nicht über die Köpfe von Polen hinweg“. Es müssten gute Beziehungen zu sowohl Russland als auch Polen geben.
Im Anschluss an seinen Besuch in Polen reiste Steinmeier nach Moskau zu Beratungen mit hochrangigen russischen Regierungsvertretern, darunter Präsident Putin und Außenminister Sergej Lavrov. Steinmeier und Lavrov, darum bemüht Polen zu beruhigen, sagten, das gemeinsame Pipeline-Projekt sei nicht gegen Warschau gerichtet.
Merkel wird im Januar 2006 mit Präsident Putin zusammentreffen.